Gera, die zweitgrößte Stadt Thüringens, wird touristisch oft unterschätzt – völlig zu Unrecht! Vom 14.
bis 16. Juni 2026 habe ich drei abwechslungsreiche Tage in der Otto-Dix-Stadt verbracht. Zwischen
idyllischer Natur, prachtvoller Renaissance-Architektur und faszinierenden historischen Einblicken hat
Gera einiges zu bieten. Hier ist mein persönlicher Reisebericht mit allen Stationen meines Kurztrips.
Natur pur im Tierpark Gera
Nach der Ankunft und dem Einchecken ging es erst einmal raus ins Grüne. Der Tierpark Gera liegt malerisch im Martinsgrund und ist der größte Waldzoo Thüringens – perfekt, um nach der
Anreise entspannt anzukommen
Im Tierpark konnte ich ein Damwild hautnah
beobachten, wie es in aller Ruhe an der Tränke trank. Die friedliche Atmosphäre mitten im
Waldgebiet macht den Zoo zu einem absoluten Erholungsort.
Historischer Marktplatz & die Salvatorkirche
Der zweite Tag stand ganz im Zeichen des Stadtzentrums. Der historische Marktplatz von Gera ist ein
architektonisches Highlight. Direkt am Markt fiel mir ein besonderer Augenblick auf: Auf dem Balkon
des prachtvollen Standesamts feierte ein frisch vermähltes Brautpaar mit seinen Gästen .
Direkt daneben ragt das imposante Geraer Rathaus auf (Marktplatz 1). Mit seinem rund 57 Meter
hohen achteckigen Turm und dem kunstvoll verzierten Portal gehört es zu den schönsten Bauwerken
der Region.
Ein Stück weiter bergan erreicht man den Nicolaiberg. Die barocke Salvatorkirche beeindruckt nicht
nur von außen durch ihre helle Fassade, sondern vor allem durch die imposante zweiläufige
Freitreppe mit historischem Wandbrunnen
Geschichte erleben: Stadtmuseum & Stadtmauer
Am späten Vormittag ging es auf Zeitreise im Stadtmuseum Gera. Wer sich für die Entwicklung von der
Residenzstadt hin zum Industriezentrum interessiert, ist hier genau richtig.
Die historische Geraer Straßenbahn: Ein absolutes Highlight im Museum ist der Fahrstand einer
historischen Straßenbahn (Linie „Untermhaus“, Wagen-Nr. 2) mit einer Fahrerfigur in historischer
Uniform. Gera besitzt übrigens das zweitälteste elektrische Straßenbahnnetz Deutschlands (eröffnet
1892)!
Gleich hinter dem Museum lässt sich zudem ein gut erhaltenes Teilstück der mittelalterlichen
Stadtmauer samt rekonstruiertem hölzernen Wehrgang am Stadtgraben bestaunen.
Ausklang & Abreise
Am letzten Morgen gab es noch ein entspanntes Frühstück im schönen Apart Hotel Gera***, bevor es wieder nach Hause ging.
Die grüne Umgebung des Hotelgeländes bot den perfekten Rahmen für den Abschluss dieses rundum
gelungenen Trips.
Mein Fazit für deinen Gera-Besuch:
- Vielfalt: Von idyllischen Waldspaziergängen bis hin zu Barock- und Renaissance-Architektur ist alles
dabei. - Geheimtipp: Der Blick auf die Salvatorkirche vom Fuß der Freitreppe ist das beste Fotomotiv der Stadt
- Empfehlung: Gera eignet sich ideal für einen entspannten 2- bis 3-Tages-Kurztrip abseits des
Massentourismus!
Warst du schon einmal in Gera oder in Thüringen unterwegs? Schreibe mir deine Tipps und Erfahrungen
gerne in die Kommentare
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